AWA Start/Aktuelles
AWA Profil/Angebote
AWA Mitgliedschaft
AWA Vorstand
Tagung Frühjahr 2017
Tagungen - Archiv
AWA Publikationen
AWA - Nachrichten
AWA - STA-Journal
Religion(en) & Welt
Wissenschaft
Zitate
Babylon ist überall!
Zum Sabbatanfang
Artikel (Auswahl)
Kontakt-Formular
Links
Impressum/Disclaimer

Zitate

 


 

Friedrich II. von Preußen (Friedrich der Große)
(1712-1786)

Jeder soll nach seiner Façon selig werden ...

Das geflügelte Wort, „Jeder soll nach seiner Fasson selig werden“ geht auf eine Anfrage zurück, ob die römisch-katholischen Schulen wegen ihrer Unzuträglichkeit wieder abgeschafft werden sollten.
Friedrich schrieb 1740, im ersten Jahr seiner Regierung, an den Rand der Eingabe - nach nebenstehendem Faksimile:

 

"Die Religionen Müßen alle Tolleriret werden und Mus der Fiscal nuhr das Auge darauf haben das keine der anderen abruch Tuhe, den hier mus ein jeder nach Seiner Faßon Selich werden Fr."

Der Monarch des aufgeklärten Absolutismus führte die Politik Preußens - angesichts der Notwendigkeit, die wachsende Macht Preußens auch mit Bevölkerungszuwachs und Wirtschaftsstärke zu sichern -, vergleichsweise tolerant gegenüber religiösen Minderheiten zu sein fort. Die in den Beschlüssen des Westfälischen Friedens festgemachte religiöse Einheit von Landesherr und Bevölkerung wurde somit aufgeweicht (im Gegensatz zu den Habsburger Landen) und sicherte die Loyalität der Menschen neu erworbener oder eroberter Gebiete (z.B. Schlesien). Das waren erste Schritte auf dem langen Weg zur wirklichen religiösen Freiheit und Abschaffung der Staatskirchen.

 

 


(Bild: Friedrich um 1739, Gemälde von Antoine Pesne, Gemälde Galerie Berlin)



 

 

Philipp Melanchthon
(1497-1560)

Zum Abendmahlsstreit zwischen Luther und Zwingli beim Marburger Religionsgespräch


„Die beiden Männer, Luther und Zwingli, können nicht übereinstimmen, welches doch mein sehnlichster Wunsch wäre. Da disputieren sie über das Abendmahl, gleich als ob sie in den Himmel gesehen und Jesum gefragt hätten, wie er die Worte ,Das ist mein Leib‘ verstanden habe. Sie werden es hier auf Erden doch nicht ausmachen, und es gehört auch wohl nicht für uns Schwache, alles ergrübeln und erforschen zu wollen. Genug, wenn wir nur wissen und glauben, was zu unserem Heil nötig ist. Das Übrige macht nur krank, woran der Herr keinen Gefallen hat.“


(Zitiert nach: Heike Schmoll, „Gelehrter und Lehrer“, FAZ 17.04.2010, Abb.: Briefmarke der Deutschen Bundespost von 1960.)

 


 

to Top of Page

AWA - Adventistischer Wissenschaftlicher Arbeitskreis e.V. | info@awa-info.eu