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Prof. Dr. Winfried Noack

*24.12.1928 in Breslau

✝︎27.07.2019 in Darmstadt

 

(Foto: privat)

Der AWA trauert um Prof. Dr. Winfried Noack


Seit der Gründung des AWA 1971 diente Winfried Noack immer wieder als Referent und Autor dem Adventistischen Wissenschaftlichen Arbeitskreis e.V.

Schon in der ersten Ausgabe der AWA-Zeitschrift STUFEN (Nr. 1/1972) findet sich der Text der Predigt, die er auf der ersten offiziellen AWA-Tagung (10.-12.03.1972) in Mühlenrahmede gehalten hatte. Angesichts der Skepsis in weiten Teilen der deutschen adventistischen Kirchenleitungen und Pastorenschaft gegenüber einem unabhängigen Akademikerverein, der für manche eigentlich ein Verstoß gegen die adventistische Egalität schien, ging es um die Frage des Miteinanders.

„Unsere Gemeinden erfahren seit etwa 20 Jahren in Deutschland eine entscheidende Umstrukturierung. Die sozialen Rollen unserer Gemeindeglieder und ihr Rollenverhalten waren bisher recht einheitlich. Es waren die des wilhelminischen Kleinbürgertums. Zweierlei macht dies Milieu heute unsicher. Zunächst: Das traditionelle Kleinbürgertum stirbt ab und wehrt sich heute in der Agonie. Sodann: Es ist nicht mehr allein bestimmend in der Gemeinde. Durch die Revolution im Erziehungssystem hat hier mehr und mehr die Rolle des Gebildeten Eingang gefunden.

Nun wird an jede soziale Gruppe eine bestimmte Rollenerwartung gestellt, der sie gerecht werden will. Diese divergieren aber heute in der Gemeinde. Dies führt zu Konflikten. Wie sollen wir sie lösen?“

Interessant ist auch Noacks Forderung in Heft 2/1972 der STUFEN nach einer adventistischen europäischen Hochschule mit mehreren Fakultäten. Sein späterer Dienst an der Theologischen Hochschule Friedensau ist da nur folgerichtig.


Der AWA würdigte das umfangreiche Wirken Winfried Noacks mit einer Festschrift zu seinem 70. Geburtstag: „Identität und Mission. Gemeinde an der Schwelle zum 21. Jahrhundert“.*


Der AWA wird Winfried Noack für sein Wirken und seine Impulse in großer Dankbarkeit verbunden bleiben.


Im Namen des Vorstands

Walter Bromba, Dipl.-Theol.

Vorsitzender des AWA




„Winfried Noack, 1928 in Breslau geboren, studierte am adventistischen Theologischen Seminar Marienhöhe Darmstadt Theologie und an der Ludwig-Maximilians-Universität München Germanistik, Geschichte, Geographie und Philosophie. Während seiner Tätigkeit als Lehrer von 1954 bis 1992 am Schulzentrum Marienhöhe in Darmstadt wurde er 1962 zum Pastor der Siebenten-Tags-Adventisten ordiniert und 1966 an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz promoviert. 

Gemeinsam mit seiner Frau Renate entwickelte Noack in Friedensau ab 1992 das Studienprogramm am Fachbereich Christliches Sozialwesen. Er war Gründungsmitglied des Instituts für theologische und sozialwissenschaftliche Erforschung von Gemeindeentwicklung und Mission sowie des Instituts für integrative Kinder-, Jugend- und Erwachsenenarbeit der Hochschule, zu dessen Leiter er berufen wurde. 1995 erfolgte die Ernennung zum Professor. Im Jahr 2000 wählte die Theologische Hochschule Friedensau ihn für sieben Jahre zum Prorektor.“ (APD)


Die letzten 10 Lebensjahre verbrachte er mit seiner Frau wieder in Darmstadt. Bis zu seinem Schlaganfall im April 2019 war er weiterhin lehrend und schreibend aktiv, zuletzt an der Landakademie Weilrod (Taunus).




Die Beisetzung fand am 14. August im engsten Familienkreis auf dem Friedhof Darmstadt-Eberstadt statt. Unsere tiefe Anteilnahme gilt seiner Witwe Renate und der gesamten Familie.

 

Die Trauerfeier zum Gedenken an Winfried Noack findet am 15. September 2019 um 14.00 Uhr im Gemeindezentrum des Schulzentrums Marienhöhe statt.




*„Identität und Mission. Gemeinde an der Schwelle zum 21. Jahrhundert“, in: Der Adventglaube in Geschichte und Gegenwart, Bd. 45, 286 S. (ISSN 0948-4469/ ISBN 3-9802545-9-3)

Im Herbst erscheint zudem mit Band 126 der STUFEN ein Beitrag von Winfried Noack, „Hoffnung als Lebensgrund“, der 1968, anlässlich einer Lehrertagung der Süd- und Mitteleuropäischen Division der Siebenten-Tags-Adventisten auf der Marienhöhe als Vorlesungsreihe gehalten wurde. Der Text war bisher lediglich unter dem Titel „Apologie des Adventglaubens gegen neuere geistige Strömungen“ als hektografiertes Handout vorhanden. Das vom Autor neu durchgesehene Manuskript ist für heutige Leser ein spannender Blick in das damalige Zeitfenster der Diskussion, ein Zeugnis jener Aufbruchsstimmung im Vorfeld der Gründung des AWA.




 

 

 

Prof. Dr. Wolfgang Klausewitz

(20.07.1922 - 31.08.2018)

Meereszoologe, Museologe, Wissenschaftshistoriker

 

Ehrenmitglied des AWA und Vorsitzender des AWA von 1984-1988

 

Die Trauerfeier und Beisetzung fand am Dienstag,

dem 11. September 2018, um 14.00

auf dem Hauptfriedhof in Oberursel-Nord statt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Foto: Sigrid Meibohm 2017)

 

 



 

 

Dr. med. Wilfried Heinrich

(18.01.1929-23.08.2018)

Darmstadt-Eberstadt

Die Beerdigung fand am Dienstag, 04.09.2018 statt.

 

 



 

 

Dr. Friedrich Ewert (17.12.1928-26.11.2015)
Studiendirektor i.R.

Dem Menschen zugewandt

 

 

Der AWA trauert um Friedrich Ewert, einen engagierten Pädagogen, für den lebenslanges Lernen keine Floskel war, sondern zu seinem Verständnis vom Menschsein gehörte. Daher war er auch ein häufiger und interessierter Teilnehmer des AWA seit seiner Gründung.
  Aber er war auch jemand, der sein Wissen aktiv weitergab, sei es im Unterricht, sei es auf Tagungen und Seminaren. Schon früh in seiner Lehrerlaufbahn war er auch als Ausbilder für Referendare tätig.
  So kennen ihn auch viele AWA-Mitglieder und Tagungen als engagierten Referenten und AWA-Autoren.
  Friedrich Ewert  ermutigte und förderte Zeit seines Lebens nicht nur jüngere Kolleginnen und Kollegen. Er gab in seiner Zeit als Stellvertretender Schulleiter des Schulzentrums Marienhöhe in Darmstadt viele Impulse und diente dieser Schule mit großem Einsatz, im Internationalen Freundeskreis Pro Marienhöhe e.V., dem Förderverein der Schule, auch nach seiner Pensionierung.
  Im Alter von 80 Jahren überraschte Friedrich Ewert mit seiner Promotion (summa cum laude) an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main über die Themenzentrierten Interaktion (TZI) nach Ruth Cohn. Eine wichtige Säule der TZI ist die Wertschätzung (Ruth Cohn: „Ehrfurcht gebührt allem Lebendigen und seinem Wachstum“.). Diese Wertschätzung lebte er. Sein Wissen hat er bei Lehrerfortbildungen und in Seminaren an Hochschulen bundesweit weitergegeben.
  Am 03.12.2015 wurde Friedrich Ewert in Pfungstadt von einer großen Trauergemeinde zu Grabe getragen. [wb]

Eine Gedenkfeier fand am Sonntag, 13. Dezember 2015, um 11.00 Uhr im Gemeindezentrum des Schulzentrums Marienhöhe statt.

(Weitere Informationen zu Friedrich Ewert siehe auf der Website von Pro Marienhöhe:

 

http://www.promarienhöhe.eu)




 

 

Prof. Dr. Gottfried Oosterwal (08.02.1930-09.11.2015)

 

 

Der bekannte adventistische Missions-Theologe und Ethnologe Prof. Dr. Gottfried Oosterwal verstarb 85-jährig in Berrien Springs, Michigan/ USA.
  Geboren und aufgewachsen in Rotterdam/ Niederlande, studierte er Theologie, Geschichte und Anthropology (Ethnologie) in Cambridge und an der Universität Utrecht. 1957 zog es ihn mit seiner Frau Emilie Tilstra als Forschungsreisender und Missionar nach Papua Neu Guinea.
  Danach ging er an das Philippine Union College, um Missionare auszubilden.
  1968 erhielt einen Ruf an die Andrews University in Berrien Springs für die Fächer Anthropologie und Mission. Dort war er auch Mitbegründer des „World Mission Institut“ (das u.a. auch die Familien der Missionare auf die entsprechenden Kulturen vorbereitete) - und nach seiner Emeritierung weiter aktiv mit der Gründung des  „Center of Intercultural Relations“.
  Oosterwal reiste unermüdlich um die Welt, lehrte, predigte, veröffentlichte, um das Verständnis für die Vielfalt und Bedeutung der menschlichen Kulturen zu wecken, um deutlich zu machen, dass die Verkündigung des Evangeliums in aller Welt nur durch Inkulturation erfolgreich sein würde und die Transferierung nur eines bestimmten Lebensstils die Wirkung und die Annahme des Evangeliums behindere. Seine neue Definition des Begriffes „Mission“ stieß bei manchen konservativen Adventisten auf Skepsis, gerade auch in den USA, waren doch die von dort ausgehenden weltweiten Missionsaktivitäten sehr stark geprägt vom „American way of life“. Die adventistische Missionstradition der Europäer hatte immer schon - bei aller kolonialen Verstrickung - einen größeren Zugang zu Sprachen und Kulturen der verschiedenen Völker.
  Oosterwal bleibt als inspirierender AWA-Referent und -Autor unvergessen. Seine niederländische optimistische Lockerheit, sein Humor und seine menschliche Zuwendung machten ihn gerade bei ernsthaften Themen zu einem wertvollen Gesprächspartner. Er war ein großer Türöffner und Brückenbauer. [wb]


 



 

 

Prof. Dr. Dieter Stoodt (05.06.1927-10.09.2015)

Im biblischen Alter von 87 Jahren verstarb in Königstein/Ts. Prof. Dr. Dieter Stoodt, langjährige Professor für Evangelische Theologie, Schwerpunkt Religionspädagogik, an der Johann Wolfgang-Goethe-Universität zu Frankfurt am Main.
  Als anregender AWA-Referent und -Autor ist er noch manchen AWA-Mitgliedern und Tagungsteilnehmern eindrucksvoll in Erinnerung.
  Im Nachruf der Evangelischen Kirche von Hessen und Nassau (EKHN, Dr. V. Dettmar) heißt es über ihn unter anderem: „Bei aller Schärfe des Denkens wird Dieter Stoodt in Erinnerung bleiben als ein Mensch mit seltenen kommunikativen Fähigkeiten, der Grenzen überwinden konnte: zugewandt, aber bestimmt.“
  Vor seiner Berufung nach Frankfurt war Dieter Stoodt Gemeindepfarrer in Hachenburg und an der Franz.-reformierten Kirche in Frankfurt am Main, dann von 1963-1970 Dozent am Predigerseminar der EKHN in Herborn (heute: Theol. Seminar).
  Nach seiner Emeritierung 1992 war er noch vielseitig in Gotha und Weimar aktiv. [wb]

 


 

 

Alfred Melenk 19.07.1919-02.12.2014


Am 02.12.2014 verstarb Zahnarzt Alfred Melenk, Gründungsmitglied des AWA, nach einem langen aktiven Leben im hohen Alter von 95 Jahren in Gambach-Münzenberg (Wetterau).

  Das Mitglied der Adventgemeinde Gießen war unermüdlich in Gründung und Durchführung von vielen Gesundheits- und Hilfsprojekten. Für sein Wirken erhielt er zahlreiche Ehrungen, für die Etablierung (ab 1966) eines Rehabilitationszentrums für Kinder und Jugendliche in Hohensolms das Bundesverdienstkreuz.

  Er wird vielen Menschen unvergessen bleiben!

 

 

 

 

 

 

 



 

 

Georg Kouba Th.D. 20.02.1933-15.08.2012

 

Am 15.08.2012 verstarb im mährischen Postřelmůvek der adventistische Theologe Georg (Jiří) Kouba.

   Gebürtig in der Tschechoslowakei, studierte er in Prag Theologie. Mehr als zwei Jahrzehnte war er bis 1995 Dozent am Theologischen Seminar Marienhöhe und Lehrer am Gymnasium Marienhöhe in Darmstadt. Er war ein äußerst belesener Mann - der Umfang seiner Privatbibliothek legendär. Dem AWA diente er auch als Referent.

  Mit seiner zweiten Frau Marta verlebte er seinen Ruhestand in Darmstadt und in Tschechien, zuletzt in dem kleinen Dorf Postřelmůvek.
  Wir gedenken mit seiner Frau Marta, seiner Tochter Doris und all seinen Verwandten, Freunden und ehemaligen Studenten und Schülern an ihn.

(Foto: Marienhöher Jahrbuch 1980)

 

 



 

 

 

 



  

Im Gedenken an Wilfried Rinner (OStR i.R.), Mitbegründer des AWA

 

Die Trauerfeier fand am Freitag, 04.05.2012, 14.00 Uhr,

im Gemeindezentrum Marienhöhe statt

  

 

 

 

 

* 01.08.1937 - 25.04.2012

 

Losungswort des bekannten Andachtsbuchs der Herrnhuter Brüdergemeine

vom 25.04.2012, Psalm 1,3:

 

"Der Gerechte ist wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht."

 

(Foto 2001, wb)

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