AWA Start/Aktuelles
AWA Profil/Angebote
AWA Mitgliedschaft
AWA Vorstand
Tagung Frühjahr 2017
Tagungen - Archiv
Tagung Herbst 2016
Tagung Frühjahr 2016
Tagung Herbst 2015
Tagung Frühjahr 2015
Tagung Herbst 2014
Tagung Frühjahr 2014
Tagung Herbst 2013
Tagung Frühjahr 2013
Tagung Herbst 2012
Tagung Frühjahr 2012
H 2011 Bericht/Fotos
Tagung Frühjahr 2011
Tagung Herbst 2010
Tagung Frühjahr 2010
H 2009 Bericht/Fotos
F 2009 Bericht/Fotos
H 2008 Bericht/Fotos
Archiv-Museum
AWA Publikationen
AWA - Nachrichten
AWA - STA-Journal
Religion(en) & Welt
Wissenschaft
Zitate
Babylon ist überall!
Zum Sabbatanfang
Artikel (Auswahl)
Kontakt-Formular
Links
Impressum/Disclaimer

Tagung Herbst 2012

 


 

Herbsttagung 2012 - 16.-18. November 2012 in Frankfurt am Main


Ökumene 2012 - Hoffnung oder Resignation?


Tagungsort:

Adventgemeinde Frankfurt am Main-Zentrum, Eschenheimer Anlage 32

 

 

 

Frankfurter Skyline von Süden

   

(© PIA Stadt Frankfurt am Main, Foto: Karola Neder)

 

 

H 2012: Einladung-Hinweise  Programmheft

 

 

       
   

Umweltzone Frankfurt am Main

 

(Stadt Frankfurt am Main plaketten_copyrightuwa_gruen2012)

 

 

 


 

Bericht:

 

 

Ökumene 2012- Hoffnung oder Resignation?

Die diesjährige Herbsttagung des AWA (Adventistischer Wissenschaftlicher Arbeitskreis e.V.) fand wieder einmal in Frankfurt am Main statt. Das schön renovierte Gemeindehaus in der Eschenheimer Anlage und die Gastfreundschaft der Gemeindeglieder sorgten für ein gelungenes Klima rund um die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Thema.
  Wir Adventisten haben seit jeher ein kompliziertes Verhältnis zur Ökumene. Auf der einen Seite stehen wir voll und ganz hinter den Ansprüchen der Glaubens- und Gewissensfreiheit. Angesichts weltweiter Verfolgungen von Christen fühlen wir uns all jenen verbunden, die in und für Christus leben und sterben. Auf der anderen Seite steht die Adventgemeinde für biblische Wahrheiten, wie die Erwachsenentaufe und den Sabbat, die für uns elementar sind. Im ökumenischen Dialog befürchten manche einen Verlust dieser biblischen Überzeugungen.
Um sich dem Thema von verschiedenen Perspektiven zu nähern, wurden sowohl zwei Vertreter anderer Freikirchen, als auch zwei Pastoren der Gemeinschaft der STA eingeladen.
  Erdmann Becker, Pfarrer und Losungsbearbeiter der Herrnhuter Brüdergemeine berichtete vom Werden und Entstehen der Losungen, dem ältesten noch bestehenden Andachtsbuch der Welt. Die kleinen blauen Büchlein haben auch manchen Adventisten über viele Jahre des Lebens begleitet. Entsprechend war es interessant zu sehen, wie es zu der jährlich zusammengestellten Textsammlung kam und kommt.
Aus der Asylgemeinde mährischer und anderer Glaubensflüchtlinge auf dem Besitz des Nikolaus Ludwig Reichsgraf von Zinzendorf (1700-1760) wurde eine weltweite Missionskirche. Zinzendorf pflegte bewusst den Dialog mit anderen Christen. Sein von ihm seit 1731 initiierte Losungsbüchlein mag für ihn auch ein Anliegen gewesen sein, der einsetzenden Bibelkritik im 18. Jh. die Heilige Schrift als geschenktes Wort Gottes Gottes dagegenzusetzen.
Als Vertreter der Evangelisch-methodistischen Kirche referierte Karl Heinz Voigt. Sein starkes Credo war die Betonung, dass es keinen Grund zur Resignation gäbe. Vielmehr sei es die Aufgabe den Dialog unter den Christen zu suchen, sich in Annahme und Verständigung zu begegnen und die Erkenntnisse und Ansichten der anderen zu verstehen. Dazu bedürfe es in besondere Weise der Freikirchen. Ökumene könne keine alleinige Angelegenheit der beiden (in Deutschland) großen Kirchen sein. Nach seiner Auffassung gelingt die Ökumene über und durch die Liebe zu Christus und seine beständige Erneuerung durch das Wirken des Heiligen Geistes.
  Als adventistische Pastoren standen uns Holger Teubert, Leiter des Referats für zwischenkirchliche Beziehungen der Freikirche der STA, und Michael Mainka, Pastor der Gemeinde Marienhöhe zur Verfügung. Beide haben auf unterschiedlichen organisatorischen Ebenen Erfahrungen mit ökumenischen Begegnungen gemacht und davon berichtet. Von Holger Teubert habe ich vor allem gelernt, dass Ökumene sich durch die Suche und Bereitschaft auszeichnet, zuerst einmal das Gemeinsame und Verbindende in den Mittelpunkt des innerchristlichen Dialogs zu stellen, den Adventisten durchaus vielseitig pflegen.
  Michael Mainka referierte die Grundideen der Evangelische Allianz und der AcK (Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen). Der Ansatz ist auch hier der freie und ungezwungene Gedankenaustausch zwischen Menschen, die zu ihrem Glauben stehen und dennoch auf den anderen zugehen.
  Angesichts der schrumpfenden Zahl gläubiger Christen in Deutschland empfinde ich die Beschäftigung und Auseinandersetzung mit der Ökumene nicht nur sinnvoll, sondern auch notwendig. Mittlerweile leben wohl mehr als die Hälfte der Menschen in der Bundesrepublik ohne festen Bezug zu einer christlichen Kirche. Allein dadurch sollten wir, die wir an Christus glauben, zusammenrücken und uns gegenseitig stärken und ermutigen.

 

(Thomas Bürger, Darmstadt)

 


 

Fotogalerie:

 

 

       

Erstes gedrucktes Losungsbuch der Herrnhuter Brüdergemeine

 

Referent: Pf. u. Losungbearbeiter Erdmann Becker, Herrnhaag

 

Das bekannteste Andachtsbuch der Welt - ein ökumenisches Band

 

 

 

       

Dr. Helmut Fuhrmann, Holger Teubert

 

Referenten: Michael Mainka, Holger Teubert,

Karl Heinz Voigt

 

Schlussdebatte mit Dr. Thomas Bürger

 

 

 

 

Frankfurt am Main Ignatz-Bubis-Brücke

 

(© PIA Stadt Frankfurt am Main, Foto: Karola Neder)

 

   

Golden Age Swingtett

 

Der Pastor als Moderator

 

 

 

 Tagungsabschluss ... Auf Wiedersehn ...

  

 

 

 zur Frühjahrstagung 2013 - 26.-28. April 2013 im Bergheim Mühlenrahmede/Altena/Westf.

 

 

 

  

 (Fotos: wb/pmb/Bergheim Mühlenrahmede)


 

 

Anregungen? Vorschläge? Wünsche für Themen oder Referenten/Referentinnen?

Literaturempfehlungen? Nehmen wir sehr gern entgegen

 

Bitte per E-Mail an: info@awa-info.eu. Danke!

 

 

to Top of Page

AWA - Adventistischer Wissenschaftlicher Arbeitskreis e.V. | info@awa-info.eu